19. März 2008

Er war kurzsichtig …

… und hatte eine Brille mit dicken Gläsern, dahinter war er wie ein Goldfisch in einem Glasballon. Er las sich durch Jahrzehnte von Busreisen und das Dasein in einer Einzimmerwohnung, in der Henny unaufhörlich redete, probte und staubsaugte. Er hatte eine Ledermappe mit großen Metallschnallen, mit denen Annie immer gespielt hatte. Die trug er vollbepackt zur Stadtbibliothek und wieder zurück. Für Annie war das selbstverständlich gewesen, ebenso, wie es selbstverständlich war, daß Onkel Göte in seinem ganzen Leben nur ein Buch gelesen hatte, nämlich die Memoiren des Erzlügners Kalle Möller.

Ohne darüber nachzudenken, wurde sie selbst eine Leserin. Als sie nach dem Abitur aus der hölzernen Bruchbude in Enskede herauskam, wollte sie nur ein: ein eigenes Zimmer. Ihre Ruhe. Lesen.

aus: Kerstin Ekman - Geschehnisse am Wasser, Piper Verlag 2005, S. 345

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10. März 2008

Buchmessen in Österreich

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7. März 2008

Tolkiens Zauber

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4. März 2008

Alev Croutier: Das Haus der Seidenweberin

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