Tour de Bourgogne
Tag 14: Prémeaux-Prissey - Dijon
Marcus steht nachts wegen des Wolkenbruchs dreimal auf um zu kontrollieren, ob auch alles im Trockenen liegt - aber unser Rejka Antao ist zuverlässig wie eh und je.
Pünktlich mit der Morgendämmerung hört es allerdings auf zu regnen, und wenige Minuten nach der Abfahrt kommt die Sonne wieder raus - zunächst ein bisschen zögerlich, aber bald scheint sie wieder kräftig genug, um Sonnenbrillen und kurze Sachen zu rechtfertigen.
Unser Weg führt uns zunächst nach Quincey und dann einsam durch Buchenwälder und an der sehenswerten Abbaye de Citeaux vorbei nach Bessey-Les-Citeaux. Damit erreichen wir wieder den Canal du Bourgogne, an dessen Ufer wir vor zwei Wochen Dijon verlassen haben. Eigentlich wollen wir ihm auch zurück zum Ausgangs- und Endpunkt unserer Reise folgen, das ist leider wegen der schlechten Wegqualität nicht möglich. Also weichen wir auf die D969 aus, die zwar stark befahren ist, aber wegen des breiten Seitenstreifens doch eine brauchbare Alternative darstellt.
Auch die Hoffnung, gegen Mittag noch mal ein typisch burgundisches Mahl zu uns nehmen zu können erfüllt sich leider nicht, irgendwie umfahren wir geschickt alle brauchbaren Lokalitäten, so dass es schließlich nur zu einem Kaffee in irgendeiner Bar reicht. Nachdem wir Longvic und den Flughafen hinter uns gelassen haben, können wir dann auch endlich entlang des ausgebauten Radwegs am Kanal nach Dijon hinein fahren, und am frühen Nachmittag schließen wir die große Fahrradschleife in Burgund.
Inzwischen macht sich echter Hunger breit, und so fahren wir in die Stadt hinein und gönnen uns - da wegen der nachmittäglichen Stunde die meisten Restaurants geschlossen sind - eine echt burgundische Holzofenpizza. Nicht wirklich stilecht, aber was soll's. Auf dem schon bekannten Campingplatz bekommen wir wieder ein lauschiges Plätzchen, und dann heißt es zum letzten Mal Räder abpacken, Zelt aufbauen und dann noch eine Ehrenrunde um den Lac Kir drehen - so findet die letzte "echte" Etappe dieser Tour ein würdiges Ende.








