Tour de Bourgogne
Tag 13: Couche - Prémeaux-Prissey
Nachdem wir - wieder bei strahlendem Sonnenschein - den Canal du Centre erneut erreicht haben, kommen wir endlich in das Gebiet der Côte d'Or und sind dann auch endlich von Weinbergen über Weinbergen umgeben.
In Santenay verlassen wir den Kanal endgültig und fahren über viele kleine Wirtschaftswege nach Meursault und Beaune. Die Trauben sind reif, und Marcus kann es sich natürlich nicht verkneifen zu naschen.
Auf der Fahrt genießen wir die immer wieder wechselnden Aussichten, werfen neidische und bewundernde Blicke auf die herrschaftlichen Anwesen der erfolgreichen Winzer und freuen uns in dieser wunderschönen Landschaft einfach unseres Lebens. In Meursault gönnen wir uns am sehenswerten Rathausplatz einen Cappuccino, bevor wir uns in das touristische Gewimmel in Beaune stürzen. Eine Besichtigung des berühmten Hospizes fällt für uns leider aus - der Eintritt ist astronomisch, und eine vernünftige Fahrradabstellmöglichkeit gibt es auch nicht. Statt dessen genehmigen wir uns ein gutes und preisgünstiges Mittagsmahl, um für die letzten Kilometer auf der N74 mitten im Verkehrsgewühl gerüstet zu sein.
Diese Kilometer spulen wir so schnell wie möglich ab, vor allem der Schwerverkehr ist anstrengend. Dennoch finden wir hier auch noch eine kleine Brennerei, die uns (nach Verkostung selbstverständlich) zwei kleine Fläschchen Marc de Bourgogne verkauft, den hiesigen Tresterschnaps - ein schönes Mitbringsel.
Der Campingplatz in Prémeau-Prissey ist voll und ziemlich schäbig - u.a. von einem ganzen Reisebus tschechischer Radwanderer bevölkert. Außerdem liegt er in einem Wohngebiet, und die Herrin des nächstgelegenen Hauses hat die schrecklichste, schrillste Stimme von ganz Frankreich. Sie hält uns damit erfolgreich bis tief in die Nacht wach - einer Nacht, die wegen eines heftigen Gewitters mit Starkregen ohnehin schon nicht die ruhigste ist.













