Tour de Bourgogne
Tag 2: Dijon hin und zurück
War im ersten Urlaubstag schon ein wenig der Wurm drin, sollte es heute noch dicker kommen, damit wir uns gleich wieder daran gewöhnen, dass eine Radreise kein Cluburlaub ist.
Nachdem wir relativ früh unser Zeltprovisorium abgebaut haben, geht es endlich auf die Reise, raus aus Dijon, auf herrlichen Radwegen entlang des Lac du Dijon. Allerdings leider nicht lange, nach wenigen Kilometern macht es „pfffffft“ und mein Hinterreifen ist platt. Das kann uns aber nicht ernsthaft schrecken, so ein Schlauch ist ja schnell geflickt – also Gepäck runter, Werkzeug raus, zwischendurch ein paar Fotos gemacht, und wenig später geht es auch schon wieder weiter. Wir verlassen den See und biegen auf den mindestens genauso idyllischen Radweg entlang des Canal de Bourgogne ab, allerdings wieder nicht für lange – nach wenigen Kilometern ist der Reifen schon wieder platt. Die Prozedur von vorne, vielleicht hat der Flicken nicht so richtig gehalten? Zum Glück haben wir sowohl reichlich Flickzeug als auch Ersatzschläuche dabei, so dass das alles kein Problem scheint; außerdem ist es ja noch früh, und mit so was muss man halt rechnen.
Langer Rede kurzer Sinn: Auf den ersten 8 Kilometern bauen wir den Reifen samt Schlauch 7 Mal aus und wieder ein. Es ist wie verhext. Da geht das Ventil kaputt, dann geht der Flicken wieder los, manchmal wissen wir auch gar nicht an welcher Stelle der Reifen denn nun seine Füllung verliert – auf jeden Fall ist es nach diesen 7 Reparaturen bereits mitten am Nachmittag, und wir beschließen umzukehren – nach Dijon zurück können wir zur Not auch noch laufen. So kommen wir am späten Nachmittag wieder am CP an und verlangen den gleichen Stellplatz wie in der Nacht zuvor, da wir ja den Baum zum Aufstellen unseres Zeltes benötigen – wenn das so weiter geht, wird uns dieser Urlaub alle denkbare Improvisationskunst abverlangen.







