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Physiktour: Berlin - Kopenhagen - Usedom

Fazit und Informationen

Dieser Radurlaub war völlig anders als die erste lange Reise "Von der Donau an den Rhein", erforderte viel mehr Planung und lief insgesamt nicht ganz so stressfrei ab.

Und obwohl ich eigentlich dachte, ich wüsste inzwischen so halbwegs, woran man bei einer Radreise so alles denken muss, sind wir doch immer wieder von irgendwelchen Unwägbarkeiten überrascht worden. Einige hätten wir im Vorfeld vermeiden können – so kann man sich z.B. vorher über die Währung eines Landes informieren und muss sich nicht vom Geldautomaten überraschen lassen – mit anderen wie dem vielen schlechten Wetter, Pannen, schlechten Wegen u.ä. muss man halt irgendwie zurecht kommen. Dennoch ist der Gesamteindruck im Nachhinein natürlich positiv, und es sind vor allem die schönen Momente und Eindrücke, die in Erinnerung bleiben.

Vor allem Dänemark hat sich uns als perfektes Reiseradel-Land präsentiert. Hervorragend ausgebaute Wege samt Beschilderung, gute sonstige Infrastruktur und rücksichtsvolle Autofahrer machen das Fahren auch mit Campingausrüstung zum wahren Vergnügen - auch wenn das Land längst nicht immer so flach ist wie häufig angenommen. Nicht umsonst liegen die Dänen, was Fahrradkilometer pro Mensch und Jahr angeht, in der Statistik noch vor den Niederländern.

Das andere Extrem und für mich persönlich eine wirklich Enttäuschung war Mecklenburg-Vorpommern. Die häufig so hochgelobten landschaftlichen Schönheiten der mecklenburgischen Seenplatte können in meinen Augen nicht wieder wettmachen, dass dieses Bundesland im Vergleich zu seinem südlichen Nachbarn Brandenburg in den letzten Jahren einfach geschlafen hat. In Brandenburg gibt es eine einheitliche Beschilderung aller Fernradwege, vernünftige Streckenführung, und es ist offensichtlich auch einiges Geld in den Ausbau der Wege geflossen - etwas, das Radtouristen durchaus zu schätzen wissen. In Mecklenburg findet man dagegen lieblos an Feldwege oder Bundesstraßen geklatschte, lückenhafte Beschilderung und Wege, die diesen Namen nicht verdienen - von losem Schotter über tiefen Sand, die unsäglichen durchlöcherten DDR-Betonplatten bis zu uraltem Kopfsteinpflaster ist da alles an Belag zu finden, was das Fahren mit ungefedertem Reiserad und viel Gepäck zur Tortur macht.

Verwendetes Kartenmaterial

- Bikeline-Führer „Berlin-Kopenhagen“ 1:75.000 (ISBN: 3-85000-093-1)
- Campingführer Dänemark (von visitdenmark.com kostenlos zu beziehen)
- ALDI-Karten für Mecklenburg-Vorpommern / Usedom

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